Auszeit – einfach mal „nur“ Hund sein

In der heutigen Gesellschaft hat es „Hund“ nicht leicht.

Es ist der „Vorzeigehund“ der heutzutage gefragt ist. Er soll Leichtathlet sein, vielleicht noch Klavier spielen können, aber auf alle Fälle sollte er uns am besten jeden Wunsch von den Augen ablesen. Doch ist es wirklich der Hund der sich etablieren will, oder sind es wir Menschen die einen perfekten Hund wollen weil sie selber nicht genug gesehen werden….

Hunde sollten wieder mehr kommunizieren dürfen; dass sie einfach wieder den Platz und die Möglichkeit finden Unfug zu machen, sich auseinanderzusetzen, eine Bürste zu zeigen, einen anderen Hund attakieren oder in die Schranken zu weisen. Hunde brauchen Auseinandersetzungen und müssen ausprobieren dürfen, um eben wieder daraus zu lernen – eben wieder Hund sein zu dürfen.

Einfach „nur“ Hund sein ist heutzutage sehr schwierig. Sie dürfen nicht bellen und auf keinen Fall knurren, da wir ja dann sehr schnell bei unseren Mitmenschen anecken. Doch ist genau dies, die Kommunikationsform der Hunde.

Hunde sind Beutegreifer und wollen ihre Bedürfnisse ausleben – auch wenn es nur spielerisch ist. Sie verständigen sich auf „hündische“ Weise.

Zwischen Hunde wirkt die direkte Kommunikation auf uns Menschen oft sehr brutal. Doch berühren sich die Hunde in den meisten Fällen überhaupt nicht. Sie verstehen sich einfach untereinander. Hunde, die dies nicht gelernt haben, reagieren oft unangemessen – zum Leid des Besitzers. Jedoch sollte man – nein, wir müssen auch diesen Hunden wieder die Möglichkeit geben, Hund sein zu dürfen und die innerartliche Kommunikationsweise „aufzufrischen“ um ihre bisher negativ auffallenden Verhaltensweisen ändern zu können.

Hunde sind aggressionsgehemmte Tiere. Das heißt, ein Hund wird ernste Konflikte vermeiden um keine Energie unnütz zu verschwenden. Daher weist das Kommunikationsspektrum unserer Hunde neben den von Menschen so gefürchteten Drohsignalen auch sog. Beschwichtigungssignale auf. Leider werden diese von vielen Menschen überhaupt nicht wahrgenommen, oder als solche erkannt.

Bei der „Auszeit“ nehme ich mir auch die Zeit für Sie, um Ihnen die Sprache Ihres Hundes zu übersetzen.